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GBA

Qwak

von Echtzeit am 10. Mai, 2011 · Kein Kommentar

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Es ist immer wieder toll für uns als Spieler, wenn sich ein Entwickler dazu entschließt, seine alten Projekte, welche vor geraumer Zeit einmal für teures Geld über den Tresen gewandert sind, auf einen (mehr oder weniger) aktuellen Handheld zu portieren. Jamie Woodhouse hat diesen Weg ebenfalls beschritten und präsentiert uns sein Spiel Qwak, welches 1993 von Team 17 veröffentlicht wurde. Jenem Publisher, der zu Zeiten des Amigas mit Titeln und Serien wie Worms, Alien Breed, Super Frog, Super Stardust oder Body Blows für sehr gute Unterhaltung sorgte. Das Spiel mit der Ente war auch mir bis vor einigen Tagen noch kein Begriff. Nach einigen Stunden Spielzeit kann ich guten Gewissens sagen: es reiht sich nahtlos in die Top-Titel der Engländer ein.

Das Grundprinzip von Qwak ist im Kern eigentlich ganz einfach: alle goldenen Schlüssel müssen gesammelt werden, damit sich der Ausgang öffnet. Beim Amiga-Original passte jeder Level noch auf einen Bildschirm, beim GBA wird dagegen aufgrund der niedrigeren Auflösung gescrollt. Lasst euch von der bunten, zuckersüßen Optik aber nicht auf’s Glatteis führen: das Game hat es faustdick hinter den Ohren! Man beginnt das Spiel mit einhundert Eiern, welche als Wurfgeschossen dienen. Somit ist wildes Ballern untersagt, stattdessen gilt es die Flugbahnen der Gegner zu studieren und im richtigen Moment zuzuschlagen.

Außerdem ist jeder Feindkontakt sofort tödlich, doch zum Glück liegen verstreut kleine Fläschchen herum, welche dem Protagonisten einen Brustpanzer verpassen. Dieser lässt sich in drei Stufen ausbauen (kenntlich gemacht durch die Farbe). Eine Berührung mit einem Fiesling schwächt den Panzer um eine Stufe, gegen Totenköpfe ist er dagegen komplett wirkungslos. Mit Bedacht eingesetzte Pilze sind die einzige Möglichkeit alle Totenköpfe auf dem Bildschirm in Blumen (jeweils zehn bringen ein Extraleben) zu verwandeln und umgekehrt. Wenn ihr in einem Level zu lange trödelt, hagelt es tödliche Stachelkugeln.

Das war jetzt nur eine kurze Beschreibung der Grundelemente. Wenn ihr dachtet, bei Bubble Bobble gäbe es viele Gegenstände, dann schaut euch erst mal die Anleitung zu Qwak an! Alle Elemente und ihre Wirkung zu beschreiben, würde eine ganze Weile dauern. Der Einstieg ist dennoch denkbar einfach, der Schwierigkeitsgrad steigt gemächlich an, erst nach und nach halten neue Elemente Einzug ins Spiel. Damit noch nicht genug: manche Level haben z.B. zwei Ausgänge. Der zweite, alternative öffnet sich nur, wenn zuvor sämtliche Gegner getötet und alle Gegenstände gesammelt wurden. Das ist nur ein Beispiel, ich bin mir sicher, es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Geheimnisse zu entdecken.

Leider fehlt der Mehrspieler-Modus der Amiga-Version für zwei Personen simultan, ansonsten gibt es aber nichts zu meckern. Die Portierung ist wirklich exzellent gelungen, sieht prima aus und lässt sich famos steuern. Unbedingt zuschlagen ist angesagt!

Funktion getestet mit: SC MiniSD

Download der neusten Version

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Bewertung: ★★★★☆

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