

Thrust gehörte zu den Titeln, die man in den 80ern trotz nächtelangen nervenzermaternden Game Over-Kreisläufen, tobwütigen Wutausbrüchen und am Controller blutig gebissenen Eckzähnen einfach nicht weglegen konnte. Um derartig grenzwertige Spieleerfahrungen auch in der U-Bahn zu ermöglichen, beschert uns ein norwegisches Entwicklerteam dieses Remake der alten Geschicklichkeitsklassiker nun auf dem Nintendo DS.
Das Genre ist heute leider nahezu unbekannt: Man steuert ein Raumschiff unter gefährlich schwacher Gravitation durch enge Höhlengänge. Geschwindigkeit kann man überhaupt nur durch einzelne Schübe mit dem Triebwerk aufbauen, mangels Luft behält man diese weitestgehend bei und muss ständig gegensteuern, um nicht an der Wand auf der anderen Seite des Levels einen unangenehmen Maschinentod zu sterben. Als ob die Navigation noch nicht genug Problem wäre, müssen dazu noch in jedem Level Missionen erledigt werden. Und der Tank sollte natürlich auch gefüllt bleiben.
Wer sich auf RetroRocket einlässt, bekommt sämtliche Levels des Original-Thrust und des Genre-verwandten TurboRaketti-II in ordentlicher Umsetzung und leicht beklemmender visueller und akustischer Präsentation auf den Doppelbildschirm. Zudem gibt es DLDI-Unterstützung und einen Zweispieler-Modus über WiFi. Und ein nettes Optionsmenü, in dem man sich selbst die persönlichkeitszerstörendste Hardcore-Steuerung aussuchen darf. Definitiv einen Blick wert.
DLDI Unterstützung: Ja
Funktion getestet mit: M3 simply DS
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Der DS ist das Zuhause für Puzzlespiele aller Art und die Spielwiese für neue oder erweiterte Konzepte. OrsCol fällt in die Kategorie der Experimente. Optisch und akustisch macht es bereits einiges her, aber einer bestimmten Punktezahl ändern sich die Grafik und Musik, ähnlich wie beim Genrekollegen Lumines. Leider ist das Spiel an sich noch etwas verworren und überladen. Der Kern der Idee ist wohlbekannt, Farben die aneinandergrenzen müssen berührt werden und bringen Punkte, je höher die Anzahl ist. Neu dagegen sind alle anderen Features: Nur die rechts angezeigte Farbe kann vom Bildschirm gelöscht werden, alle Steine lassen sich nur komplett mit L oder R um die eigene Achse drehen und es stehen maximal sechs Spezial”attacken” gleichzeitig zur Verfügung.
Auf der rechten Seite läuft ein Countdown nach unten, ist die Null erreicht fallen neue Steine von oben herunter. Die Uhr in den Extras verschafft mehr Zeit, das Dynamit lässt einen Stein, die Mine neun angrenzende verschwinden. Die Charaktere lösen eine Art Super-Fähigkeit aus, das Mädel auf der linken etwa färbt alle Steine auf dem Spielfeld schwarz und weiß, womit dieser recht schnell geleert werden kann. Der Autor gibt den Fortschritt des Projekts mit 20% an (was wohl etwas untertrieben ist), weswegen wir noch Hoffnung auf eine gute finale Version in ferner Zukunft haben. Derzeit ist der Status zu Recht mit Demo angegeben, das Ganze Prinzip wirkt noch sehr zäh und die fehlenden Modi drücken stark auf die Motivationsbremse. Am besten selbst mal antesten, es hat definitiv Potential, ist derzeit aber nur für Hardcore-Fans des Genres zu empfehlen.
DLDI Unterstützung: Nicht benötigt
Funktion getestet mit: SC MiniSD
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Commander Keen auf dem DS, yesss! Bevor id Software sich den brutaleren Spielen widmete, brachten sie 1990 bis ’91 die (fast) familienfreundliche Serie auf den Markt. Heutzutage ist “episodic gaming” in aller Munde, dieses Konzept verfolgte bereits vor achtzehn Jahren der 2D-Sidescroller. Insgesamt sieben Episoden erschienen in nur zwei Jahren. Nur die erste Trilogie Invasion of the Vorticons ist auf dem DS spielbar. Wer sich über die fehlende Musik beschwert sollte wissen, dass es im Original auch keine gab. Zu der Zeit der Veröffentlichung war der PC noch keine Spielekiste und Soundkarten nicht der Standard. Demnach gab es lediglich Ausgabe auf dem PC-Speaker, der nur einen Kanal wiedergeben kann.
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Cogito DS ist ein Port des besonders auf dem Mac populär gewordenen gleichnamigen Uralt-Puzzlers vom Ende der 80er. Mit den Pfeilen an den Spielfeldrändern verschiebt man die Steinreihen und muss auf diese Weise mit möglichst wenigen Schritten das auf dem oberen Bildschirm abgebildete Muster zusammenstellen.
Für visuelle Abwechslung sorgen im insgesamt gut spielbaren DS-Port zwei anwählbare Tilesets. Eine Speicherfunktion erlaubt auch längere Spielpausen. Gerade mal 15 der ursprünglich 120 Levels im Original wurden in dieser Version umgesetzt – leider reicht das nur für sehr wenig Zeitvertreib unterwegs aus. Die Integration der restlichen Levels wäre noch äußerst wünschenswert. Verlieren kann man hier nicht, was die Motivation, die Reihen möglichst effektiv zu verschieben senkt. Cogito DS ist insgesamt denoch ein guter neuer Zeitvertreib für Puzzle-Fans.
DLDI Unterstützung: Ja
Funktion getestet mit: M3 simply DS
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Wer schon beim ersten Anblick des Nintendo DS unweigerlich an Nintendos andere erfolgreiche Doppel-Bildschirmer – die 60-teilige Game & Watch-Reihe – zurückdenken musste, für den dürfte ein kommerzielles Remake der LCD-Piepser nur eine Frage der Zeit gewesen sein. Der tatsächlich erschienene Tribut landete jedoch dummerweise nie auf dem freien Markt – allein der japanische Club Nintendo kam durch Tausch gegen einige mühselig angesammelte Punkte in den Besitz der bisher zwei Game & Watch Collections. Die USA und Europa blieben bei diesen interessanteren Club-Boni außen vor.
Nachdem sein Lieblingsspiel Donkey Kong II auch in der zweiten Collection fehlte, nahm Martin Kool aus den Niederlanden die Umsetzung einfach selbst in die Hand. Entstanden ist ein liebevoll strikt nach Vorlage gebautes Microspiel, das durch seine unschuldigen Pieps-Sounds selbst das verhärtetste Retro-Herz zu erweichen weiß. In der aktuellen Version vermisst man die Herausforderung noch ein wenig (man kann nicht sterben) – die vollständige Version lässt aber mit Sicherheit nicht mehr lange auf sich warten. Hoffentlich ist das auch für weitere Homebrew-Umsetzungen der Reihe der Fall.
DLDI Unterstützung: Nicht benötigt
Funktion getestet mit: M3 simply DS
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Die Homebrew-Version von Tetris Attack ist wirklich sehr gut gelungen. Anhand der Screenshots mag man nicht wirklich viel erwarten, aber wenn man erst mal eine Runde gespielt hat, will man nicht mehr so schnell aufhören und ist von der sehr guten Aufmachung positiv überrascht. Gesteuert wird wahlweise mit D-Pad oder Stylus. Die Regeln sind sehr einfach: Baut Reihen mit 3-5 gleichfarbigen Steinen, entweder vertikal oder horizontal. Allerdings dürfen die Steine nur in der Vertikalen jeweils mit einem Nachbar getauscht werden. So dauert es eine Weile, bis das Prinzip in’s Blut übergeht. Die speicherbaren Highscores und der WiFi Online-Modus mit bis zu vier Spielern machen das Spiel zu einem echten Highlight. Vorsicht, Suchtgefahr!
Update: Nach langer Zeit optimiert Version 3.1 mit einigen Änderungen im Netzwerk-Protokoll den Multiplayer-Modus. Außerdem darf man jetzt zu 8 um die Wette puzzlen.
DLDI Unterstützung: Nicht benötigt
Funktion getestet mit: SC MiniSD, M3Simply
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Gebt es ruhig alle zu: Jeder von euch hat irgendwann sicher mal in ein Pokémon-Spiel reingeschaut. Und eine ganze Menge müssen es sogar abgöttisch lieben – sonst wäre die Reihe kaum so erfolgreich. Dank der guten alten Homebrew-Szene gibt es jetzt kostenlos einen Pokédex für den DS. Dabei handelt es sich um ein Programm, welches euch (normalerweise) alle Pokémon-Arten inklusive Bild vorführt, das Element (Wasser, Gift, ..) anzeigt und eine kurze Beschreibung sowie den Fundort liefert. Ziemlich praktisch also für jemanden, der nicht ausgiebig Suchen aber dennoch Finden möchte. Diese aktuelle Version beinhaltet aber leider erst drei Pokémon und deren Entwicklungsstadien, was etwas dürftig ist. Immerhin ist die Anzahl der existierenden Arten recht hoch. Die Aufmachung ist allerdings so gut gelungen, dass wir die Daumen drücken für einen Ausbau des Pokédex’ – besonders in Hinsicht auf den Umfang.
DLDI-Unterstützung: Nein
Funktion getestet mit: R4 DS
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Wer sagt, das gute Spiele immer bombastische Grafik brauchen? JNKPlat sollte allen Programmierern da draußen Mut machen, dass auch Games mit Minimalstgrafik eine Menge Spaß machen können und nicht unendlich schwer zu coden sein müssen. Laufen und springen funktioniert pixelgenau, an zusätzliche Elementen gibt es Hacken zum festhalten, Türen und Schlüssel, Blöcke die geschoben oder gezogen werden können, Sprungfedern und Wände, die sich per Knopfdruck kurzzeitig materialisieren (SMB 3lässt grüßen).
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