By Echtzeit on 24. Apr, 2008 in Adventure, PC Spiele | comments(1)




“Gut Ding will Weile haben” heißt es so schön, so ließen sich die Entwickler des Fan-Nachfolgers nicht weniger als sieben Jahre Zeit, ihr Projekt fertig zu stellen. Auch wenn Zachary die Kaponier im einzigen richtigen Teil scheinbar besiegt hatte, sind sie jetzt zurückgekehrt. Wieder einmal steht das Schicksal der Welt auf dem Spiel und wie der Titel vermuten lässt, bleibt die Gegenwart auf der Erde nicht der einzige Schauplatz. Die meisten Umgebungen sind komplett neu erdacht, doch einige Szenen wie die Flughäfen, im Flieger und San Francisco sind mit Absicht stark dem Vorbild nachempfunden. Das Interface kommt mit den albekannten Vokabeln daher, lediglich einen Knopf zum Umschalten der Charaktere such man vergebens.
Die Komik entsteht anfangs größtenteils aus Anspielungen auf den Vorgänger und generell LucasArts Adventures, erst in der zweiten Hälfte werden die Gags eigenständiger und damit besser. Wirklich gut gelungen ist die Synchro vom Hauptdarsteller, zwar hat jeder Figur ihre eigene Stimme, aber für meinen Geschmack wurde zu viel mit Dialekten statt mit Gags gearbeitet. Ausserdem schwankt die Lautstärke bei den Dialogen meist sehr stark, was wirklich nervig ist. An einigen Stellen darf ohne Konsequenzen gestorben werden, was man auch tun sollte (kein abspeichern nötig), denn ein Zeitungsausschnitt berichtet lustig über das gerade Geschehene.
Die Grafik ist wirklich sehr hübsch, die Hintergründe sehen durchweg super aus, leider passen einige der Figuren nicht so ganz ins Bild und sind etwas seltsam animiert. Alle Nase lang gibt es kleine gerenderte Einspieler, die größtenteils völlig okay sind, nur wenn Zak sich bewegt ist das leider sehr hölzern.
Insgesamt ist Between Time and Space wirklich sehr gut gelungen. Die größte Stärke sind die tollen, logischen Puzzles, die man in zwei Schwierigkeitsstufen angehen darf. Auch Fortgeschrittene sollten zuerst die leichtere Version probieren, sie ist nämlich schon fordernd genug. Leider gibt es noch eine Menge kleinerer Ungereimtheiten sowie entscheidente Bugs, weshalb oft gespeichert werden sollte. Rätselfreunde werden hervorragend bedient, Zak McKracken Fans vielleicht einen Tick weniger gut.
Lizenz: Freeware
Betriebssystem: Windows
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Bewertung: 




By Timo on 16. Feb, 2008 in Action, Adventure, PC Spiele | comments(1)




Wenn ihr euren Freunden mal beweisen wollt, dass Independent-Produktionen mehr sein können, als Puzzlespiele für gelangweilte Büroangestellte, dann zeigt ihnen Aquaria. Dieses vor kurzem erschienene Wunderwerk wurde schon im Vorfeld mit zahlreichen Preisen - darunter dem prestigeträchtigen Seumas McNally Grand Prize des Independent Game Festivals - überhäuft, und das völlig zu Recht. Denn hier handelt es sich um vielleicht eines der besten - und schönsten - 2D-Games, die jemals das Licht der Welt erblickt haben.
Das Gameplay von Aquaria lässt sich am besten als Mischung zwischen Ecco the Dolphin, Castlevania und Zelda beschreiben - die Art, wie ihr die Meereskreatur Naija durchs Wasser bewegt, ist vom Sega-Delfin nicht weit entfernt. In der wundersamen Unterwasserwelt werdet ihr euch gegen eine Vielzahl Kreaturen wehren, anspruchsvolle Puzzles lösen und vor allem einer interessanten und spannenden Story folgen, die einen großen Teil des Charmes ausmacht. Weiterhin sorgt ein zusätzliches Food-System für Abwechslung, bei dem ihr Rezepte und Zutaten sammeln und daraus verschiedene Heilitems und andere hilfreiche Gegenstände zaubern könnt. Die werdet ihr auch nötig haben: Aquaria ist nicht ganz einfach, und einige der Bosse sind ganz schön harte Nüsse.
Ebenso glänzt Aquaria in seiner Präsentation. Das Unterwasserabenteuer wird durch farbenfrohe und liebevoll gestaltete 2D-Illustrationen zu echtem Leben erweckt. Die Musik steht der Grafik in nichts nach - sie ist mindestens genauso atmosphärisch und entspannend. Bedenkt man am Ende, dass dieses Spiel von einem kleinen Team aus gerade einmal drei Leuten geschaffen wurde - einem Grafiker, einem Musiker und einem Programmierer - müsste spätestens jetzt klar sein, dass es sich hier um einen ganz besonderen Titel handelt.
Umgerechnet 20 Euro müsst ihr für Aquaria auf den Tisch legen. Dieser Preis ist mehr als gerechtfertigt. Denn so tragt ihr nicht nur zum Überleben von Entwickler Bit Blot bei, sondern erwerbt auch eines der einprägsamsten Spielerlebnisse, die man auf dem PC haben kann. Wer sich immer noch nicht sicher ist, sollte auf jeden Fall einmal die 60 MB große Demo antesten.
Lizenz: Demo (Vollversion: 30$ / ~21 €)
Betriebssystem: Windows (Mac-Port laut Entwickler in Arbeit)
Download der neusten Version (1.00 - Demoversion)
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Bewertung: 



