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Nintendo wehrt sich natürlich gegen die Produkte, welche man für das Abspielen von Homebrew-Code benötigt, da auf diesem Wege auch leicht der Weg für die Software-Piraterie geöffnet werden kann. Allerdings liegt es im Ermessen jeden Benutzers, ob er diese Grenze überschreiten will oder nicht.

Um Homebrew benutzen zu können, muss eine Sperre innerhalb der Konsole umgangen werden, das übernehmen mittlerweile die Flashkarten. (Ganz zu Anfang musste man seinen DS noch mit einer speziellen Firmware modifizieren. Bei diesem Vorgang erlosch natürlich die Garantie.)

Es ist verboten, Spiele die man selber nicht besitzt aus dem Netz herunterzuladen und von einer Flashkarte aus zu spielen! Wir vom GamingWelt Netzwerk weisen ausdrücklich darauf hin, das wir solche Praktiken unter keinen Umständen dulden oder gar dazu ermutigen! Wenn euch ein Spiel gefällt, dann kauft es gefälligst!

Homebrew

So nennt sich jede Software, egal ob Spiele oder sonstige Programme, die von Leuten wie du und ich in ihrem trauten Heim zusammengebastelt werden. Da hinter der Entwicklung kein großes Unternehmen steht, das damit Geld verdienen will, sind diese Programme 100%ig kostenlos und dürfen frei kopiert und genutzt werden. Der große Vorteil gegenüber kommerziellen Spiel, die ja auf Modulen ausgeliefert werden ist, der, das Fehler ausgebessert und neue Funktionen und neue Inhalte leicht hinzugefügt werden können.

Nintendo DS

Flashkarten

Da der DS nicht mit einer Speicherkarte wie z.B. die PSP ausgeliefert wird, benötigt man ein Medium, auf dem die Programme abgelegt werden. Man fassst sie unter dem Begriff Flashkarten grob zusammen. Diese werden in einen oder beide Modulschächte des DS gesteckt und sehen genauso aus, wie Standard DS und GBA Module. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Varianten (siehe nächster Punkt). Ein weiterer wichtiger Punkt ist, das manche Karten einen fest eingebauten Speicher haben und andere standard Mini-, Micro- oder normale SD (CF) Karten verwenden.

Hierzu gibt es noch zu sagen, das generell die erste Generation der Flashkarten besser für Homebrew geeignet ist.

Wie spiele ich denn nun?

Jetzt kommen wir endlich dem Ziel ein ganzes Stück näher. Es gibt zwei Lösungen, wie die Homebrew-Programme ihren Weg in das RAM (dort werden alle Spiele ausgeführt) des NDS finden:

a.) Slot-2

Für die erste Generation der Flashkarten werden zwei Komponenten benötigt. Einmal ein Modul, das die Größe eines normalen DS-Spieles hat (bekannt unter dem Namen Superkey oder Passcard). Diese Karte hat nur den Zweck, die oben genannte Sperre zu umgehen und auf die zweite Karte, die im GBA-Schacht der DS steckt, umzuleiten. Diese Karte ist eigentlich nicht mehr, als ein SD-Karten-Adapter. Nur anstatt wie sonst üblich im USB-Ports des PC’s, stellt sie ihren Speicher für einen anderen Zweck zur Verfügung: Genau! Für unsere Homebrew Programme. Die SD-Karte kann mit Hilfe eines USB-Adapters ganz einfach mit dem PC beschrieben werden. Das ist das ganze Geheimnis.

Die Karten der ersten Generation haben folgende

Vorteile:

– so gut wie alle Homebrew Anwendungen laufen
– können auch für den GBA genutzt werden
– GBA-Spiele auf dem DS sind möglich
– viele Emulatoren (NES, Atari 2600, GB, C64) lauffähig (bei manchen Karten sogar direkt integriert)

Nachteile:

– Batterielaufzeit des DS wird teilweise halbiert
– die älteren Modelle schauen aus dem unteren Schacht ein wenig heraus
– Speicher muss zusätzlich gekauft werden

b.) Slot-1

Die zweite Generation benötigt nur noch den normalen DS-Modulschacht, der GBA-Slot bleibt frei. Hier gibt es Karten mit fest eingebautem RAM und solche, die mit Micro-SD Karten bestückt werden müssen.

Vorteile:

– Batterielaufzeit ist fast wie mit einem normalen Modul
– nur noch eine Karte, GBA-Slot bleibt frei

Nachteile:

– Homebrew-Support mit unter etwas schwach oder gar nicht vorhanden
– keine Unterstützung für GBA-Spiele

„.NDS“

So sieht die Dateiendung der Homebrew-Programme für den DS aus. Ältere sind in mehreren Versionen wie z.B. „.sc.nds“ oder „.gba.nds“ vorhanden, für die verschiedenen Flashkarten je eine Version (siehe nächster Punkt).

DLDI

Damit ein Homebrew Programm auf einer entsprechenden Flashkarte läuft, mussten die Programmierer bisher immer verschieden Versionen anbieten. Doch mit DLDI ist es möglich, einen universellen Treiber zu schreiben, der dann einfach auf das fertige Stück Software (im .nds Format) gepatched wird. Das ist mit einer simplen GUI selbst für Anfänger sehr leicht zu erledigen.

GUI (Graphical User Interface)

Es gibt viele Programme aus der Szene für den PC, die zwar tolle Arbeit leisten aber leider nicht sehr benutzerfreundlich sind. Meistens müssen Unmengen von Parametern per Kommandozeile von Hand eingegeben werden. Eine GUI (grafische Benutzeroberfläche) schafft Abhilfe und bietet einen Windows-Look für sehr einfache Bedienung. Gleichzeitig werden alle Funktionen die das Programm bietet zur Verfügung gestellt.

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DLDI FAQ

DLDI ist nur von Bedeutung, wenn das Spiel/Programm Dateien nachläd oder auf der Flashkarte speichert. Die normale Lauffähigkeit hat hiermit eigentlich nichts zu tun.

Wenn hier ein nein steht, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass ein Spiel oder Programm auf einer Slot 1 Karte nicht läuft. Viele nds-Roms, die nur aus einer Datei bestehen, könnten laufen. Einfach mal ausprobieren!

DLDI sollte eigentlich nur mit dem Speichern auf den Slot 1 Karten zu tun haben, aber anscheinend laufen einige Programme trotzdem nur nach einem Patch, obwohl sie eigentlich explizit keine Unterstützung anbieten.

Desweiteren gibt es bei gbadev einen Thread, in dem einige ältere Homebrew Software mit DLDI Unterstützung neu kompiliert wurde. Eventuell ist hier das dabei, was ihr sucht: gbadev-Forum Link

Eine englischsprachige DLDI Wiki findet ihr hier.

ROMs mit DLDI patchen

Auf chishms Seite findet ihr DLDI Treiber für (fast) alle Flashkarten, ladet euch den entsprechenden für eure Karte runter.

Für Windows gibt es noch eine GUI, die das Patchen erheblich erleichtert:
GUI download Link

1) Alle Dateien – Patcher, Treiber, GUI und Homebrew ROM – in ein Verzeichnis kopieren. Patcher starten.

2) Dann im oberen Feld den richtigen Treiber einstellen und im unteren Textfeld das ROM eintragen (auf den Button mit den drei … klicken oder per Drag and Drop).

3) Auf patch klicken, fertig! Nun nur noch die NDS-Datei auf die Flashkarte kopieren.

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Wii

1. Der Twilight Hack

Dies ist die bisher einzige Option, Homebrew auf der Wii ans Laufen zu bekommen. In Zukunft wird es sicherlich noch andere Methoden geben, das kann nicht ausgeschlossen werden. Doch wer lieber heute als morgen loslegen möchte, muss hier anfangen. Ihr benötigt für diesen Hack die Wii Version des Spiels The Legend of Zelda: The Twilight Princess, eine SD Karte und einen PC, mit dem auf die Speicherkarte zugegriffen werden kann.

zeldaexploit

Die Prozedur ist auf Wiibrew ganz genau erklärt, sollte dennoch Bedarf bestehen, können wir die Schritt-für-Schritt Anleitung auch auf deutsch übersetzen. Die Prozedur ist relativ einfach und es besteht keine Gefahr, dass die Konsole danach nicht mehr funktioniert. Denn ausser dem Spielstand wird bis hier hin nichts geändert. Hab ihr die Datei wie nach dem Link oben beschrieben auf die SD Karte kopiert, genügt es, Twilight Princess zu starten, den einzigen vorhandenen Speicherstand zu laden und mit Link rückwärts zu laufen. Nach ein paar Millisekunden wird der Hack aktiv und ihr bekommt einen schwarzen Bildschirm mit Text. Nun wird die erste Datei mit dem Namen „boot.elf“ im Hauptverzeichnis der Speicherkarten gestartet. Der Weg für andere Programme ist somit geöffnet.

Anleitung auf Wiibrew

2. Der Homebrew Channel

Im Prinzip würde der Twilight Hack schon genügen, doch nun müsste man jedesmal, wenn man eine Applikation oder ein Spiel starten möchte, den Prozess aus Punkt eins wiederholen. Doch es geht auch einfach und vor allem eleganter. Da wir ab jetzt direkt in das System der Wii eingreifen, besteht immer ein kleines Restrisiko. Das Team des Channels hat sehr hart gearbeitet und viele Tests durchgeführt, um die ganze Sache so sicher wie möglich zu machen. Bisher ist auch noch kein Bericht über eine gebrickte Konsole in direktem Zusammenhang aufgetaucht. Dennoch liegt die Verantwortung nur bei jedem einzelnen selber, sollte wider erwarten etwas passieren, dürft ihr keine Hilfe von Seiten Nintendos erwarten. Auf die Community kann man sich aber verlassen, ist der Fehler reproduzierbar, kann meist auch eine Lösung gefunden werden.

Homebrew channel logo

Die Installation ist wirklich sehr leicht, einfach die neuste Version herunterladen (Direktlink) und die enthaltene „boot.elf in das Hauptverzeichnis der SD Karte kopieren. Hiermit wird der Homebrew Channel installiert und kann ab sofort wie jeder andere vorhandene Kanal genutzt werden. Natürlich bringt das alles nichts, ohne die nötigen Applikationen. Hierzu gibt es auf der Seite der Programmierer ein kleines Starter-Paket, welches folgende Dinge enthält:

– GameCube Linux v0.4
– ScummVM rev32231
– Tetris v1.2a
– Wii64 Wii Tiizer Edition
– Gecko Region Free v1.5

Somit hat man alles Wichtige für den Anfang auf einem Haufen. Im Archiv findet ihr den Ordner „hbc_apps“, der komplette Inhalt wird so wie er ist in das Hauptverzeichnis der Speicherkarte gezogen und gut ist. Jetzt könnt ihr sofort loslegen und euch einen ersten Eindruck der gebotene Möglichkeiten verschaffen. Spiele für ScummVM oder den N64 Emulator sind nur in Form von Demos und Freeware enthalten.

Ein sehr cooles Feature des Channels ist, dass er sich automatisch auf dem neusten Stand hält. Einmal installieren und er findet automatisch Updates, welche dann per Knopfdruck aufgespielt werden! Übrigens kann die neue Version der Wii Firmware einem bereits installierten Channel nichts anhaben, er funktioniert weiterhin ohne Probleme.

Homepage des Homebrew Channels

3. Schöne neue Wii Welt

Jetzt, da die Anfangsschritte vollzogen sind, dürfen wir uns endlich so richtig austoben. Das sehr schöne Menü des Homebrew Kanals kann auch einfach von Hand angepasst werden, allerdings ist das reichlich unkomfortabel. Seit gestern gibt es den tollen Homebrew Manager, mit dem es ein Leichtes ist, andere Programme zum Menü des Kanals hinzuzufügen.

HBMan1

Der Manager ist selbsterklärend, alles Nötige wird sofort auf der SD Karte angelegt. Von Hand hinzufügen müssen wir nur noch etwaige Spiele für ScummVM oder ROM-Dateien für die Emulatoren, die Ordner hierfür sollten im Hauptverzeichnis liegen. Die Welle der Games und Applikationen kommt erst so langsam ins Rollen, weshalb die Auswahl noch recht gering ist. Die meisten Sachen für den GameCube können auch auf der Wii verwandt werden.